„Wir erhalten Werte und bewirken nachhaltige Veränderungen“

Ein guter Unternehmensbürger zu sein, bedeutet für Kärcher auch außerhalb des Unternehmens Verantwortung zu übernehmen und Gutes zu tun. Neben unserem Engagement im Kultursponsoring setzen wir uns daher auch in sozialen Belangen für den Erhalt von Werten ein. 

Kärcher Cleanup Project Voluntering

Interview zu Corporate Citizenship bei Kärcher

Kärcher ist als Familienunternehmen mit gelebten Werten und einer sozialen Grundeinstellung bekannt. Schon Irene Kärcher, die das Unternehmen von 1959-89 leitete, übernahm diese Haltung von ihrem Mann Alfred Kärcher und führte sie fort. Diese Tradition ist bis heute lebendig und wird stets weiterentwickelt. Um alle Themen rund um Corporate Citizenship kümmern sich bei Kärcher Carolin Häfner und Mirja Schöneck. Was für uns Corporate Citizenship heute bedeutet, was für Ziele wir damit haben und wie wir uns in der Gesellschaft einbringen, können Sie im Interview lesen.

Carolin Häfner

Carolin Häfner

Carolin Häfner ist seit 2013 bei Kärcher und von Anfang als Corporate Citizenship Specialist tätig.

Mirja Schöneck

Mirja Schöneck

Mirja Schöneck ist bei Kärcher als Corporate Citizenship Analyst aktiv und 2022 ins Unternehmen eingetreten.

Frau Schöneck, können Sie zum Einstieg einmal kurz erklären, was Corporate Citizenship eigentlich bedeutet?

Mirja Schöneck: Corporate Citizenship bedeutet, ein guter Unternehmensbürger zu sein. Und so möchten wir bei Kärcher auch auftreten. Wir wollen Verantwortung übernehmen und zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Dabei setzen wir gezielt unsere Kernkompetenzen ein. 

Corporate Citizenship umfasst bei uns drei Bereiche: Corporate Giving (Spenden und Sponsoring), dann Kooperationen, also die längerfristige Zusammenarbeit mit größeren gemeinnützigen Akteuren. Und drittens Corporate Volunteering, bei dem die Mitarbeitenden sich freiwillig einbringen, entweder ganz praktisch oder mit ihren spezifischen Fähigkeiten.

 

Und welchen Stellenwert hat Corporate Citizenship bei Kärcher?

Carolin Häfner: Corporate Citizenship ist ein Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Nachhaltigkeit betrachten wir bei Kärcher als übergeordnetes Thema, das sich mit allen ökologisch und sozial relevanten Themen befasst. Dazu gehören auch Bereiche wie die Lieferkette und der Umgang mit Mitarbeitenden. Corporate Citizenship richtet sich dagegen an die Gesellschaft außerhalb des Unternehmens.

Als Familienunternehmen legen wir besonderen Wert auf gesellschaftliches Engagement. Das hat bei Kärcher eine lange Tradition und wird von unserem Vorstand und natürlich auch von der Familie Kärcher gelebt. Wie in unserer Unternehmensphilosophie steht auch bei uns der Mensch im Mittelpunkt. Unsere Aktivitäten gehen über das reine Erfüllen vorgegebener Kriterien der ESG („Environmental, Social und Governance“) hinaus. 

Reinigung des Mekong in Kambodscha mit One Earth One Ocean

Sie haben gerade unsere Corporate Citizenship Strategie angesprochen - können Sie die etwas näher beschreiben?

Carolin Häfner: Wir verfolgen eine globale Strategie, agieren aber als „Local Hero“ direkt vor Ort. Das bedeutet, dass Kärcher Gesellschaften in allen Ländern, in denen wir vertreten sind, lokale Initiativen und Projekte unterstützen. Wir versuchen auch die Wünsche unserer Mitarbeitenden zu berücksichtigen und bieten ihnen die Möglichkeit, Förderanfragen einzureichen oder selbst aktiv zu werden. Unser Ziel „Reduce, reuse, recycle„ steht zum Beispiel bei unserer Kooperation mit der Umweltorganisation One Earth – One Ocean (OEOO) im Mittelpunkt. Da geht es darum, die Verschmutzung der Ozeane durch Plastik zu reduzieren. Oder dass wir eben als “Social Hero“ auftreten und uns für Werterhalt einsetzen, zum Beispiel für Familienwerte bei unserer Kooperation mit SOS-Kinderdorf.

 

Können Sie die Kooperationen etwas genauer beschreiben?

Mirja Schöneck: In Zusammenarbeit mit SOS-Kinderdorf unterstützen wir Kinderdörfer weltweit, indem wir sie mit Geräten ausstatten, um eine saubere Lebensumgebung zu schaffen und einen gesunden Lebensstil zu fördern. Mit dem Global Nature Fund (GNF) konzentrieren wir uns weltweit auf biologisch arbeitende Filteranlagen, um die Qualität kommunaler Abwässer in Ländern des Globalen Südens zu verbessern und zum Schutz der Ressource Wasser beizutragen. In diese Kategorie gehören auch unsere Trinkwasserprojekte mit dem GNF. Und schließlich kooperieren wir mit One Earth – One Ocean. Hier engagieren wir uns vor allem im Bereich Plastikmüll bei einem Projekt in Kambodscha, das darauf abzielt, am Mekong Plastikmüll zu sammeln und zu verhindern, dass er in die Weltmeere gelangt.



Sie haben gesagt, dass eine der Säulen neben dem Einsatz des Unternehmens und Kooperationen auch das Engagement der Mitarbeitenden ist. Können Sie das näher beschreiben?

Carolin Häfner: Wir fördern das Engagement unserer Mitarbeitenden, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich freiwillig einzubringen und durch Projekte wie den Kärcher Cleanup Day einen eigenen Beitrag zu leisten. In unseren Vertriebsgesellschaften weltweit gibt es regelmäßig weitere Street Cleaning Projekte, häufig werden aber auch zum Beispiel Tierheime freiwillig gereinigt. Es gibt aber auch viele Beispiele, bei denen Mitarbeitende selbständig Spendenaktionen initiieren, oder dass Geräteverkäufe mit Spenden für Wasserreinigung oder Brustkrebsvorsorge verknüpft werden. 

 

Neben den umfangreichen mittel- oder langfristig angelegten Kooperationen tätigt Kärcher auch immer wieder Einzelspenden auf Anfrage. Wie trifft das Unternehmen denn die Entscheidung, wer oder was gefördert wird?

Carolin Häfner: Wir haben ein Fördertool für dieses so genannte „Corporate Giving“. Darüber können Mitarbeitende, Vereine und Organisationen ihre Anfragen einreichen. Die Projekte müssen gemeinnützig sein und werden von uns anhand unserer internen Kriterien sorgfältig geprüft. Danach entscheiden wir, welche Projekte zu uns passen und wo wir unterstützen können. 

 

Weltweit lesen wir immer wieder in den Nachrichten von großen Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Überschwemmungen. Unterstützt Kärcher hierbei auch? 

Mirja Schöneck: Ja, das hat auch schon eine Tradition bei Kärcher. Wir haben international schon bei vielen Naturkatastrophen geholfen. Meistens unterstützen wir hier, indem wir Geräte in die Katastrophengebiete bringen, die dort von Hilfsorganisationen, den zuständigen Stellen und Einwohnern eingesetzt werden. Dazu gehören natürlich Reinigungsgeräte, um Aufräumarbeiten zu erleichtern, aber auch Wasserpumpen, Wasserreinigungsanlagen, Feldküchen oder Stromgeneratoren aus unserem Portfolio.

Kärcher Malaysia Reinigung Kinderheim
Kärcher leistet Fluthilfe in Italien 2023

Können Sie das Engagement von Kärcher auch in Zahlen fassen? 

Mirja Schöneck: Uns erreichen jährlich über 700 Anfragen für Spenden und Sponsorings. Basierend auf unserem Jahresbudget können wir in etwa die Hälfte zusagen, davon ein Drittel für Geräte. Zusätzlich leisten wir Ad-hoc-Hilfe in verschiedenen Ländern wie der Türkei, Slowenien und Italien, wir unterstützen unsere drei schon erwähnten Leuchtturmprojekte und lokale Akteure wie die Clowns mit Herz.

 

Wie sieht denn die Strategie für die Zukunft aus?

Carolin Häfner: Wir betrachten Corporate Citizenship als integralen Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Unsere Zukunftsstrategie umfasst den laufenden Zeitraum bis 2025, wir richten unseren Blick aber auch bereits auf die Strategie 2030. 

Mirja Schöneck: In Bezug auf unsere Projekte wollen wir Kontinuität, um den Menschen langfristige Sicherheit zu bieten. In Kambodscha zum Beispiel bekommt das Team vor Ort dank unseres Beitrags angemessene Sozialleistungen und Gehälter, so dass die Kinder der Mitarbeitenden zur Schule gehen können. Wir wollen Projekte entwickeln, die über einen Zeitraum von fünf Jahren hinaus funktionieren und es den Menschen vor Ort ermöglichen, sie eigenständig fortzuführen. 


Engagements von Kärcher weltweit

Kärcher Slovenien spendete einem Krankenhaus Reinigungsgeräte

Kärcher Slowenien wollte während der Corona-Pandemie die Menschen unterstützen, die im Gesundheitssystem arbeiten. Um einen Beitrag für eine saubere und hygienische Umgebung leisten, spendete das Unternehmen einen Dampfreiniger an die „UKC Ljubljana“, eine Klinik für infektiöse und Fiebererkrankungen.

Kärcher Indien übergab an Diwali Geschenke

Während der Diwali-Feiertage, die zu den größten Festlichkeiten in Indien gehören, hat Kärcher Indien 2019 zusammen mit der gemeinnützigen Organisation „Bal Sahyog“ Spenden für ein Waisenhaus gesammelt. Die Kinder bekamen Süßigkeiten, Spiele, Kleidung, Schreibwaren und andere nützliche Dinge geschenkt.

Kärcher Südafrika unterstützt eine High School

Kärcher Südafrika ist regelmäßiger Unterstützter der Primrose High School in Germiston. Die Spendengelder kommen der Finanzierung der Schulgebühren zugute. Auch ein Sportprogramm und neue Computer für die Schule konnten mit Hilfe von Kärcher bereits ermöglicht werden.

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